Webbasiertes Drucksystem für Spitäler und Kliniken
Whitepaper | Enpace AG
Executive Summary
DocPrinter ist eine moderne, webbasierte Softwarelösung für den Einsatz in Spitälern und Kliniken. Sie verbindet bestehende Krankenhausinformationssysteme (KIS) mit einem leistungsfähigen Druck- und Formularmanagement und ermöglicht es medizinischem Personal, Patientendaten direkt aus dem KIS abzurufen und daraus standardisierte Formulare, Etiketten und PDF-Dokumente zu erzeugen – schnell, einfach und zuverlässig.
Die Lösung setzt auf bewährte Technologien (List & Label für Vorlagen, Micosoft Word für einfache Vorlagenerstellung) und lässt sich nahtlos in bestehende Spital-IT-Infrastrukturen integrieren – per URL-Aufruf, ohne aufwändige Infrastrukturprojekte.
Problemstellung
Im klinischen Alltag entstehen zahlreiche Medienbrüche: Patientendaten liegen im KIS vor, müssen aber für Druckprozesse (Etiketten, Aufnahmebogen, Einwilligungserklärungen, Verordnungen) manuell übertragen oder in separaten Systemen neu erfasst werden. Das kostet Zeit, erhöht das Fehlerrisiko und belastet das Personal.
- Mehrfacherfassung identischer Patientendaten
- Kein einheitlicher Druckstandard über Abteilungen hinweg
- Pflegeaufwand für veraltete Word-Formulare ohne KIS-Anbindung
- Fehlende Mehrsprachigkeit bei internationalen Patientinnen und Patienten
- Hoher IT-Aufwand bei der Einbindung neuer Vorlagen oder Systeme
- Schneller Druck von Etiketten und Formularen bei der Patientenaufnahme und auf der Station
Lösung: DocPrinter
DocPrinter schließt diese Lücke: Als webbasierte Middleware zwischen KIS und Drucker holt die Software die Falldaten aus dem Krankenhausinformationssystem, befüllt die passende Vorlage und stellt das Ergebnis sofort zum Druck oder als PDF bereit.

Abb. 1: DocPrinter – Benutzeroberfläche mit Falldaten und Dokumentenauswahl
Webbasierte Architektur
DocPrinter läuft vollständig im Browser – kein Client-Setup, kein lokales Installationspaket. Jede Arbeitsstation mit Netzwerkzugang und Browser kann sofort genutzt werden. Updates und neue Vorlagen werden zentral ausgerollt.
KIS-Integration via URL-Aufruf
Die Einbindung in bestehende Systeme erfolgt einfach: Ein parametrisierter URL-Aufruf aus dem KIS übergibt Fall-ID und Vorlagenreferenz. DocPrinter übernimmt den Rest – kein komplexes API-Mapping, keine proprietären Schnittstellen.
Beispielaufruf:
https://docprinter.enpace.ch/print;fid=1009;dokumentartid=555;type=Documents;pid=10009
Vorlagenerstellung
Vorlagen können auf zwei Wegen erstellt werden:
- List & Label Designer – professionelle Gestaltung von Formularen und Etiketten mit Variablen, Barcodes, Bildern und Tabellenstrukturen.
- Microsoft Word – einfache Vorlagen direkt in Word erstellen; kein Einarbeiten in ein neues Tool notwendig. Ideal für Sachbearbeitung und Pflegedokumentation.

Abb. 2: Beispiel eines generierten Eintrittsformulars mit Fallinformationen, Patientendaten und Aztec-Code
Mehrsprachigkeit
DocPrinter unterstützt mehrsprachige Vorlagen. Formulare werden abhängig von der Patientensprache in der richtigen Sprache ausgegeben.
Ausgabeformate
- Direktdruck auf Netzwerkdrucker (Formulare, Etiketten)
- PDF-Erzeugung
- Vorschau im Browser vor dem Druck
- Unterstützung von QR-Codes, Barcodes und Aztec-Codes – z. B. für die Anbindung an Archivsysteme

Zielgruppen
DocPrinter richtet sich an Spitäler, Kliniken und Arztpraxen jeder Grösse, die ein KIS betreiben und ihren Druckprozess standardisieren möchten.
Medizinisches Fachpersonal
Pflegende, Ärztinnen und Ärzte sowie Empfang profitieren von einer intuitiven Oberfläche: Patientenfall aufrufen, Vorlage wählen, drucken. Drei Klicks.
IT-Abteilungen und Systemintegratoren
Dank URL-basierter Integration, zentralem Vorlagenmanagement und webbasierter Architektur minimiert DocPrinter den Integrationsaufwand erheblich.
Klinikleitung und Qualitätsmanagement
Standardisierte Vorlagen über alle Abteilungen stellen Corporate Identity, Rechtskonformität und Prozessqualität sicher.
Drucker-Self-Service
DocPrinter verwaltet die Zuordnung von Arbeitsstationen zu Druckern zentral. Mitarbeitende können ihren bevorzugten Drucker eigenständig auswählen und diese Wahl dauerhaft für ihre Arbeitsstation hinterlegen – ganz ohne IT-Eingriff oder Konfigurationsaufwand.
Bei jedem Druckauftrag greift DocPrinter automatisch auf den hinterlegten Drucker für dessen Arbeitsstation zurück. Das gibt dem Personal die volle Kontrolle über den eigenen Druckprozess, entlastet die IT-Abteilung von Routineaufgaben und sorgt für einen reibungslosen Ablauf im klinischen Alltag.
- Zentrale Verwaltung aller Drucker und Arbeitsstationen
- Eigenständige Druckerauswahl durch Mitarbeitende – kein IT-Support nötig
- Persistente Zuordnung: Einmal gesetzt, automatisch bei jedem Druckauftrag
- Flexibel: Zuordnung jederzeit selbst änderbar
- Reduzierung von Fehldrucken und Suchaufwand
- Kombination mit Drucker-Self-Service: Flexibel für Personal, zuverlässig für automatisierte Prozesse
Integrationen
DocPrinter ist nicht nur ein Drucksystem für das klinische Personal – es dient auch als zentrale Druckinfrastruktur für andere Anwendungen und Systemkomponenten im Spital.
REST-Schnittstelle
Externe Systeme können Druckaufträge über eine REST-API direkt an DocPrinter übergeben. Damit lässt sich DocPrinter nahtlos in bestehende Prozesse einbinden, ohne dass Benutzerinteraktion erforderlich ist.
Dateischnittstelle
Alternativ unterstützt DocPrinter eine Dateischnittstelle: Druckaufträge können als strukturierte Dateien (z. B. XML oder JSON) in ein überwachtes Verzeichnis abgelegt werden. DocPrinter verarbeitet diese automatisch und leitet den Druckauftrag an den konfigurierten Drucker weiter.
Daten werden von DocPrinter über Integrationen abgerufen und können mit einem Powershell Script verarbeitet und gedruckt werden.
Anwendungsbeispiel: Laboretiketten
Ein typischer Anwendungsfall ist die automatische Ausgabe von Laboretiketten: Das Laborsystem übergibt den Druckauftrag – inklusive Patientendaten und Probenkennzeichnung – direkt an DocPrinter, der die Etikette auf dem zuständigen Etikettendrucker ausgibt. Kein manueller Eingriff, kein Medienbruch.
- Übergabe der Arbeitsstation vom Laborsystem; DocPrinter druckt auf den vom Mitarbeitenden voreingestellten Drucker.
- Dateischnittstelle für die Integration mit bestehenden Batch-Prozessen
- Automatischer Druck ohne Benutzerinteraktion
- Typischer Einsatz: Laboretiketten, Probenbeschriftung, automatisierte Dokumentenerstellung
Systemvoraussetzungen
DocPrinter ist für den Betrieb auf Windows Server ausgelegt und stellt folgende Mindestanforderungen an die Infrastruktur:
Betriebssystem
Unterstützt werden aktuell gewartete Windows Server LTSC-Versionen:
- Windows Server 2025 (LTSC) – empfohlen; aktiver Support bis Oktober 2029
- Windows Server 2022 (LTSC) – aktiver Support bis Oktober 2026, Sicherheits-Support bis Oktober 2031
Hardware (Mindestanforderungen)
- 2 CPU-Kerne (4 Kerne empfohlen für Produktivbetrieb)
- 8 GB RAM (16 GB empfohlen)
- 20 GB freier Festplattenspeicher (ohne Datenbankdaten)
- Netzwerkanbindung zum KIS und zu den Druckern
Datenbank
DocPrinter unterstützt zwei Datenbankplattformen. Es wird empfohlen, ausschliesslich aktuell gewartete Versionen einzusetzen:
Microsoft SQL Server
- SQL Server 2025 – empfohlen; aktiver Support bis Januar 2031
- SQL Server 2022 – aktiver Support bis Januar 2028
PostgreSQL
- PostgreSQL 18 – aktuellste Version, Support bis November 2030
- PostgreSQL 17 – Support bis November 2029
- PostgreSQL 16 – Support bis November 2028
- PostgreSQL 15 – Support bis November 2027
Versionen, die das Ende ihres offiziellen Supports erreicht haben, werden von DocPrinter nicht unterstützt.
Weitere Voraussetzungen
- Aktueller Webbrowser (Chrome, Edge, Firefox – jeweils aktuelle Version)
- .NET Runtime (aktuelle LTS-Version wird mit DocPrinter mitgeliefert)
- List & Label Runtime (wird mit DocPrinter mitgeliefert)
- Netzwerkzugang zum KIS (REST-API)
- Microsoft Active Directory, Entry ID oder ein Anderes Identity Management System
